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Reiseberichte - INDIEN |
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KASHMIR |
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schaffen. Die bedeutendste Stadt in Kashmir ist Amritsa, die 1577 gegründet wurde. Hier befindet sich
das religiöse Zentrum der Sikh, der goldene Tempel Darbar Sahib. Die
Fassaden sind reich ornamentiert, im Inneren bestechen herrliche
Marmorschnitzereien. Ein Ziel meiner Reise war
Srinagar, das auf einer Höhe von 1700 m liegt, umgeben von Gipfeln, die über
7000 m hoch sind. Srinagar ist Indien und doch ganz anders. Die Bewohner
unterscheiden sich in jeder Hinsicht von den anderen Volksstämmen Indiens,
durch ihre Lebensweise, ihr Verhalten, ihre Moral, ihr Charakter, ihre
Kleidung, ihre Sprache sowie die Bräuche, Sitten und Gewohnheiten. Die
Frauen gehen auch heute noch tief verschleiert, sogar die Augen sind
verdeckt. Die Männer tragen eine kappenförmige Kopfbedeckung, einen langen
Mantel, und wenn sie an kühlen Tagen mit dem Boot fahren, dann haben sie
unter dem Mantel einen kleinen Ofen mit Kohlen. Kashmir war einmal das
"glückliche grüne Tal", leider kommen durch die jahrelangen Unruhen keine
Touristen mehr ins Land.Von Delhi fliegt man in 2 Stunden mit einer Zwischenlandung in Jammu nach Srinagar. Am Flughafen wartet bereits ein Taxi, um mich auf eines der vielen, von den Engländern zurückgelassenen Hausboote zu bringen. Da man den Engländern nicht gestattet hat, in Kashmir Grund und Boden zu kaufen, haben sie diese herrlichen Hausboote geschaffen. Heute liegen noch ca. 250 intakte Hausboote am Dalsee und warten vergeblich auf Gäste. Der etwa 8 km lange und bis zu 4 km breite See ist eine der Hauptattraktionen Srinagars, - die vor 300 Jahren von den Moghulen symmetrisch angelegten "Schwimmenden Gärten". Mit einem Shikara, einem gondelähnlichen Boot, in dem man nicht sitzt, sondern ganz gemütlich ruht, erreicht man sein Hausboot, seine Unterkunft. Jawaharlal Nehru sagte über diese Seenlandschaft: "Manchmal ist die schiere Schönheit überwältigend, wie können jene, die in ihren Bann gerieten, sich von diesem Zauber je lösen?" Hausboote sind geräumig, bis zu 10 m breit und bis 50 m lang. Betritt man ein Boot, so befindet man sich in einem großen Wohnraum mit vielen bequemen Sitzgelegenheiten, anschließend kommt man in das Esszimmer mit einem großen Tisch und geschnitzten Stühlen. Die Küche folgt und dann kommen je nach Größe des Bootes die Schlafräume, alle mit Badezimmer und WC. Das Oberdeck ist ideal zum Sonnen. Das Personal umfasst Koch, Hausdiener und Bootsmann zum Shikara Fahren. Kashmir ist ein Garten Eden voller Reisfelder, Blumen wiesen und Obsthainen. Manche indische Forscher behaupten, der Stamm der B'nai Israel habe sich in das Tal zurückgezogen, nachdem ihn Moses aus Ägypten geführt hat. Belegt ist, dass der Mog hul-Kaiser Akbar im Jahre 1586 Kashmir annektierte. Zuvor dürfte es vom 3. Jh. v. Chr. ein Teil des Reiches von Kaiser Ashoka gewesen und fortan von den wechselnden buddhistischen und hinduistischen Dynastien regiert worden sein. Nach den Moghulen fielen 1739 der Perserkönig Nadir Shah und 1752 der Afghane Ahmed Shah Durani ein. 1846 wurde Kashmir dem Maharaja Gulab Singh von Jammu zugesprochen. Er begründete die Dogra-Dynastie, die bis zur Unabhängigkeit über die Moslem Mehrheit regierte. Das Ende der Kolonialzeit brachte die Teilung zwischen Indien und Pakistan. Und das ist der Hintergrund für die bis heute immer wieder aufflammenden Spannungen. Sehenswürdigkeiten in Srinagar sind: die Jama Masjjd Moschee, gebaut um 1400, ist ein massiver Ziegelbau, der von 300 über 15 m hohen Zedernholzsäulen getragen wird. Die Sha-Hamadan Moschee, die Holzmoschee liegt am rechten Ufer des Jhelum. Für den Bau wurden weder Schrauben noch Nägel verwendet. |
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![]() DAS GRAB |
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INDIZIENBEWEISENatürlich ist dies alles kein Beweis dafür, dass hier wirklich Jesus von Nazareth begraben liegt. Doch es gibt zahlreiche Belege für eine enge Beziehung zwischen dem Mahayana-Buddhismus und den Ursprüngen des Christentums. Und es gibt die vielen historischen Hinweise darauf, dass Jesus die Kreuzigung überlebte und die letzten Jahre bzw. Jahrzehnte seines Lebens in Indien, vor allem in Kashmir, verbrachte. Als man die jahrhundertealten Wachsschichten auf dem Grabmal eines Tages entfernte, machte man eine sensationelle Entdeckung: Neben einem Kruzifix und einem Rosenkranz waren in den Stein "Fußabdrücke" eingemeißelt - eine in Asien an Gedenkstätten von Heiligen weit verbreitete Tradition. Ganz deutlich sieht man auf dem Relief die Narben der Kreuzigungswunden. Aus der Anordnung der Narben kann man sogar erkennen, dass der linke Fuß über den rechten genagelt worden war. Bei den Nachkommen der alten Israeliten ist die wahre Bedeutung dieser unscheinbaren Grabstätte bis zum heutigen Tag im Bewusstsein geblieben; sie nennen das Heiligtum "Grab Hazrat Issa Sahib", d.h. das Grab Jesu. |
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Da stehe ich nun als
Christ vor einem Grab, in dem Jesus begraben sein soll. Die Gefühle kann ich
nicht beschreiben, die in mir aufsteigen. Ich verlasse das kleine Haus, gehe
langsam durch die Altstadt, ich versuche wieder, ich selbst zu sein, bin es
aber nicht mehr, zu gewaltig waren diese Eindrücke.
Noch ein paar Tage habe
ich mich in Srinagar aufgehalten, dann ging die Reise weiter kreuz und quer
durch Indien und im Herbst 1998 werde ich wieder nach Kashmir fliegen. |
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