Leseprobe
I N H A L T Vorwort 9
Wer oder was belästigt uns Menschen?
Wie alles begonnen hat
Verstorbene melden sich
Der frühere Hausbesitzer
Drei Männer spielen Skat
Ein Urteil „verhindert“ den Weg ins Licht
Tochter wurde enterbt
Was sind Ankh-Kreuze?
Bruder begeht Selbstmord
Verstorbene im Kinderzimmer
Eltern verunglückten mit dem Motorrad
Noch ein Selbstmörder
Frau verliebt sich in einen Unbekannten
Verstorbene Großmutter meldet sich
Schuldgefühle nach dem Tod des Geliebten
Verstecktes Testament gefunden
Kontaktaufnahme zu einem Verstorbenen
Der Ring der Tante
Bauer verunglückt mit dem Traktor
Was sind Lichtengel?
Schauspieler meldet sich im Café
Schlägerei in einem Kellerlokal
Es kann sich auch ein anderer melden
Belästigung von Wesen
Ein starkes Feuerwesen
Bäume sind Träger geheimnisvoller Kräfte
Baumfällen erzürnt Wesen
Ein großes Wesen greift an
Junges Mädchen wird angegriffen
Wesen versperrt die Tür
Wesen haben ausgefallene Wünsche
... noch ein Erlebnis
Positive – und negative Energien
Wie entstehen und wie wirken Energien?
Starke negative Energien im Schlafzimmer
Negative Energien stören einen Behinderten
Energien sogar im Hochhaus
Quer durch das Kinderzimmer
Kobolde und andere kleine Kerle
Glitzernde Dinge versteckt
Kobold schaukelt auf der Lampe
Ein Kobold im Blumengeschäft
Eine unsichtbare Wand
Schwarze Magie
Frau von einem Dämon besetzt
Rückführungen
Bergwerk-Tragödie in Lassing
Untergang des russischen U-Bootes Kursk
Ein schweres Zugunglück
ICH über mich
Verstecktes Testament gefunden
Auch so etwas kommt vor: dass Verstorbene sich noch um das
Wohl der Hinterbliebenen kümmern. In diesem Fall wurde ich von einer Frau gerufen, deren Mann
vor einigen Wochen gestorben war. Sie hörte in der Nacht immer
Schritte und hatte das Gefühl, ihr Mann sitze noch am Schreibtisch,
an dem er zu Lebzeiten so gerne gearbeitet hatte. Die Frau hatte
mich zu sich gerufen, weil sie bisher das Testament nicht gefunden
hatte, welches für sie sehr wichtig war. Ihr Mann war vorher schon
einmal verheiratet gewesen, sie war also seine zweite Frau. Sie hatte
Angst, es würde noch ein anderes, altes Testament geben.
Ich setzte mich an den ehemaligen Schreibtisch des Mannes, ging
in Trance und rief den Namen des Verstorbenen. Kaum hatte ich damit
begonnen, meldete er sich. Seine ersten Worte waren: „Endlich,
ich habe so darauf gewartet, dass sich jemand meldet, es geht um
mein Testament!“ Ganz klar und deutlich wurde mir dann erklärt, wo sich das Testament
befand. Die Frau hätte es nie allein gefunden, es lag zwischen
den Seiten eines Buches. Sogar der Titel dieses Buches wurde mir
gesagt, sonst hätten die Frau und ich bestimmt einige Stunden lang
die vorhandenen Bücher durchwühlen müssen. Ich stellte dann zwischen dem Verstorbenen und der Frau eine
Verbindung her. Dabei wollte ich nicht stören und ging solange aus
dem Zimmer. Später zündeten wir gemeinsam ein paar Kerzen an,
und die Frau legte die Lieblingsmusik ihres Mannes auf.
Das Verabschieden eines Verstorbenen ist für alle Beteiligten immer
eine unvergessliche Erfahrung.
Belästigung von Wesen Ein starkes Feuerwesen
Einer meiner großen Fälle handelt von einem Universitätsprofessor.
Seine Frau bekam von Bekannten meine Telefonnummer, rief mich an und erzählte mir, dass ihr Mann seit fünf Jahren ein bestimmtes
Problem hätte. Und zwar würde eine unsichtbare Macht
ihren Mann zwingen, meistens morgens in der Frühe Bier zu trinken.
Auf meine Frage: „Was unternehmen Sie?“ bekam ich die Antwort:
„Nur beten.“ Für den Mann war das besonders schlimm, da er als Sportler überhaupt keinen Alkohol trank.
Es begann schon früh am Morgen mit ein bis zwei Flaschen
Bier, und das auf nüchternen Magen. Danach war der Professor
so betrunken, dass seine Frau ihn an seinem Arbeitsplatz an der
Uni entschuldigen musste. Nicht nur die Angst vor dem Wesen
beherrschte den Mann, sondern auch die Angst, die Arbeit zu verlieren.
Das Wesen war nicht immer im Körper des Professors, es
gab auch Tage, da war er frei. Wenn das Wesen Besitz von „seinem
Herrn“ ergriff, ihn also zwang, Bier zu trinken, durfte er sich
nicht wehren, sonst wurde er regelrecht gewürgt. Das Würgen
hinterließ Spuren, und zwar blaue Flecken. Kein Arzt glaubte dem
Professor, man lächelte und meinte, er wolle nur seinen Alkoholismus
vertuschen.
Ich selbst habe es vorher nicht geglaubt, dass Wesen Menschen
Schmerzen oder Leid antun können, wurde aber eines Besseren belehrt.
Auch mich griff es an, als ich mit ausgestreckten Armen den
Platz suchte, wo sich das Wesen außerhalb des Körpers des Professors
aufhielt. Ich bekam einen Schlag direkt auf den Oberarm und
schrie auf, nicht vor Schmerz, sondern weil ich erstaunt war, dass
ich angegriffen wurde. Ein Kleiderschrank war der Platz, wohin sich
das Wesen zurückzog. Gekauft wurde der Schrank vor ein paar Jahren
in einem Möbellager, in dem Feuer ausgebrochen war. Durch
die Löscharbeiten hatten einige Möbelstücke Wasserschäden und
wurden verbilligt abgegeben. Was keiner wusste und keiner ahnte: Ein Feuerwesen hatte sich
den Schrank als „Unterkunft“ ausgesucht und kam so mit in die
Wohnung des Professors.
Es kommt öfter vor, dass ein Möbelstück, in dem sich ein Wesen
befindet, z. B. auf einer Auktion oder auf einem Flohmarkt gekauft
wurde. So holt man sich ganz leicht Ärger ins Haus. Aber nicht nur
in Möbelstücken, sondern auch hinter Bildern kann man sie finden,
und selbst vor sakralen Gegenständen machen diese Wesen nicht Halt.
Ich fand auch schon Wesen hinter Masken und auf alten Waffen.
Ganz besonders bösartig wurde das Feuerwesen, wenn im Schlafzimmer
der Kachelofen angezündet wurde. Einige der „Anfälle“ bekam
ich mit, ich wurde gerufen und fuhr so schnell ich konnte mit
dem Auto zu der Wohnung. Mir wurde sehr schnell klar, dass ich
mit einem so radikalen Wesen keine Einigung erzielen konnte. Wenn
ich einen Vorschlag zur Güte machte, lachte es mich nur aus.
Während eines Anfalls legte ich daher dem Professor ganz spontan
das Kreuz, das ich zum Schutz um den Hals trage, um. Es ist ein
goldenes Kreuz mit blauen Topassteinen und hat die Form, wie sie
früher die Kreuze der Rosenkreuzer hatten. Was dann geschah, war
schon einmalig, auch für mich. Das Kreuz, das der Professor jetzt
um den Hals trug, wurde immer schwerer und schwerer. Der Professor
jammerte geradezu. Nur nicht abnehmen war mein Rat, so war er geschützt.
Damit Sie sich als Leser ein Bild von dem Professor machen können:
Er ist sehr groß, schlank und sehr sportlich. Er hat bis vor der
Zeit mit dem Wesen regelmäßig Sport getrieben wie Skifahren, Langlaufen,
Radfahren und Schwimmen. Seit Jahren weiß ich, dass Wesen ganz einfach Dinge richtig schwer
machen können. Feuerwesen gehören für mich zu den Wesen, vor
denen man eine gehörige Portion Respekt, aber niemals Angst haben
sollte. Es gehören viel Mut, Gottvertrauen und bestimmte Kenntnisse
dazu, Menschen von diesen Wesen zu befreien.
Das Feuerwesen fühlte sich durch all die Jahre, die es beim Professor
war, sehr sicher, vor allem war es sich seiner Macht bewusst.
Nach einem erneuten Anfall, zu dem ich gerufen wurde, tat mir der
Professor mit seinen blauen Flecken am Hals Leid. Seine Frau saß
betend auf der Couch, beide waren richtig hilflos. Eine sehr bedrohliche
Atmosphäre herrschte im Raum. Ich hatte den Eindruck,
dass das Wesen zu einem vernichtenden Schlag ansetzte, es kam bedrohlich
und dämonisch grinsend immer näher, ein Entkommen war
unmöglich. Der Professor und seine Frau waren nicht in der Lage,
sich vom Fleck zu rühren, sie waren wie gelähmt. Ich musste furchtbar
aufpassen, dass das Wesen sich mir nicht von hinten näherte und
mich zu fassen bekam. Daher versetzte ich mich ganz schnell in den
Alphazustand, das funktioniert dank jahrelanger Übungen gut. Hier
auf dieser Ebene, und nur auf dieser Ebene, war es mir möglich,
mich von den negativen Energien des Wesens abzuschirmen. In diesem
Zustand kämpfte ich verbissen gegen diese lebensbedrohende
Erscheinung.
Mit Hilfe eines imaginären Flammenwerfers, den ich auf das Wesen
richtete, schwächte sich seine Kraft immer mehr ab, bis es plötzlich
ganz verschwunden war. Der Professor und seine Frau hatten
die ganze Zeit große Angst, starkes Herzrasen, sogar Übelkeit stellte
sich bei beiden ein.
Nach meiner Schockbehandlung mit dem Flammenwerfer suchte das Wesen das Weite und kam nicht wieder. Der Professor und
seine überaus glückliche Frau machten erst einmal für mehrere Wochen
Urlaub in Amerika. Noch heute sind wir in Verbindung, der
Professor lehrt an der Uni wie früher, treibt in seiner Freizeit viel
Sport und ist wieder Antialkoholiker.
Bäume sind Träger geheimnisvoller Kräfte ...die sie aus der Erde beziehen. Bis in die Tiefe der Erde reicht
das Wurzelwerk des Baumes hinunter. Bäume haben eine magische
Heilkraft, die besonders in den Blättern, Rinden oder Wurzeln zu
finden ist. Jeder Baum hat sein Wesen, das den Menschen freundlich
gesinnt ist, sofern man es nicht reizt.
In der heutigen Zeit und besonders in unseren Breitengraden weiß
man viel zu wenig über Wesen, die in der Natur existieren. Die Naturvölker
achten viel besser darauf, keine Wesen „zu verletzen“. Hier
bei uns wird einfach ein Baum gefällt, ohne dass man den verschiedenen
Wesen, die in einem solchen Baum existieren, die Möglichkeit
gibt, sich eine andere Bleibe zu suchen. Bei Baumwesen gibt es eine
Art Hierarchie, ganz oben steht ein mächtiges Wesen und dann kommen
die kleineren Wesen. Weiter gibt es bei einem Baum Wurzelmännchen,
die für die Wurzeln da sind und darauf achten, dass die Wurzeln genug Wasser bekommen. Es kommt immer wieder vor,
dass ein Baumwesen „böse“ wird, da man ihm seinen Baum gefällt
hat, und dann zieht es aus Rache mit in das neue Haus ein. Ein
Baumwesen kann auch die Bautätigkeit auf einem Grundstück verzögern.
Nichts klappt dann, das Baumaterial wird falsch geliefert,
die Arbeiter kommen nicht oder, ganz schlimm: ein Bauarbeiter verunglückt.
Wichtig ist es immer, bevor gebaut wird, oder noch besser: bevor
Bäume gefällt werden oder Erde ausgehoben wird, den Wesen eine
Opfergabe zu bringen. Wenn ich spazieren gehe, betrachte ich die Umwelt ganz genau,
die Bäume, die Sträucher und die Tiere. Seit meiner Kindheit spreche
ich mit Bäumen. Vielleicht bilde ich mir das nur ein, aber sie antworten.
Vor langer Zeit habe ich in einem Park Freundschaft geschlossen
mit einem großen, sehr alten Baum. Dieser Baum erzählte mir viel
über die Menschen, die früher hier im Schloss gelebt hatten, und beklagte
sich auch öfter über die Menschen, die die Bäume pflegen und
hegen sollten. Mein Baum konnte nicht begreifen, dass Menschen in
Berufen als Gärtner arbeiten und nicht mit Bäumen reden können.
Das war völlig unverständlich für ihn, er bat mich des Öfteren, doch
bei der Direktion der Landschaftsgärtnerei vorzusprechen und verschiedene
Beschwerden der Bäume vorzubringen. Ich machte ihm klar, dass ich das
nicht konnte, niemand würde mir glauben – ein
Mensch, der mit Bäumen spricht, das gibt es doch nicht. Ich stellte meinem Baum viele Fragen, bekam viele Antworten,
aber auch öfter den Satz: „Denke nach, das ist dein Problem, das
musst du ganz alleine lösen!“
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